Einmal mit dem Rucksack durch Spanien und Frankreich wandern, dass war schon immer ein Traum von mir. Doch als ich mit 14 Jahren DIESEN Entschluss gefasst hatte muss mich der Hitzeschlag getroffen haben.
Doch bevor ich euch genauer erkläre worauf ich hinaus möchte, fliege ich mit euch um ein paar Jahre zurück.
Meine Eltern und ich sind seit ich denken kann jedes Jahr für ca. 6 Wochen in verschiedene Länder gereist. Immer von Berlin aus mit dem Auto und den Camping-Utensilien (wir sind eingefleischte Zelt-Urlauber) durch die herrlichen Landschaften und an den Küsten entlang. Hauptsächlich waren wir aber in Frankreich und Spanien unterwegs. Mich haben damals schon als kleines Kind die Kulturen und Lebensweisen anderer Länder interessiert. Ich habe mir sogar Stierkämpfe angeschaut. Nun werde bestimmt viele zurückschrecken und denken “Wie kann sie sich solch eine Tierquälerei nur freiwillig anschauen und auch noch Geld dafür ausgeben?” Ja da mögen viele von euch natürlich auch Recht haben. Aber das ist nun einmal auch eine Tradition in Spanien und ich wollte auch diese Tradition miterlebt haben. Und ich muss sagen, es hatte mir gefallen ….
STOP!!! … wartet doch mal. Ich habe nicht gesagt, dass es mir gefällt wie das Tier gequält wird. Mir hat das Flair gefallen. Die Spanier sind nämlich zu solchen Gelegenheiten nicht “Normal” unterwegs. Da sitzen eben schon einmal ältere gut gekleidete, mit bestem Schmuck behangene Spanier, trinken ihren “Café con leche” und rauchen genüsslich ihre Zigarren. … aber das hat eigentlich alles gar nichts mit meinem Vorhaben zu tun, also weiter im Text. Neben solchen Veranstaltungen sind meine Eltern und ich auch sehr gerne in abgelegene Dörfchen gefahren.

Ich wusste damals mit dieser Muschel nix anzufangen und zog meine Mutter zu Rat. Sie erklärte mir, dass dies das Zeichen für den Pilgerpfad des Jakobsweges sei. Das ganze Jahr über würden hier Massen an Pilgerern Strecken von mehreren Kilometern mit dem Rucksack zurücklegen. Sie meinte, dass dieses Pilgernetz über mehrere Länder gehen würde. Sogar in Deutschland und der Schweiz würde es solche Pilgerpfade des Jakobsweges geben. Ich fand das damals so faszinierend, dass ich mir dachte: “Wenn ich einmal ganz viel Zeit und Lust habe, machst du das auch!” (ich konnte schon als kleines Kind nichts mit Entfernungen anfangen) Somit beschloss ich mit 14 Jahren, dass ich irgendwann den Jakobsweg von Frankreich nach Spanien pilgern werde.
Tja, und nun hoffe ich, dass ich DIESEN Traum irgendwann verwirklichen kann. Ich würde den Weg von knapp 800 Kilometern (inzwischen bin ich mir durch aus im Klaren wie viel das ist) zu Fuß bewältigen. Als Backpacker (also nur mit einem Rucksack ausgerüstet) ca. 2 Monate von “St. Jean Pied de Port” nach “Santiago de Compostela” würde ich dann laufen. Mal gucken ob mein Kampfgeist bis dahin noch besteht.
Natürlich würde ich nicht ganz alleine pilgern, denn als Frau ist dieser Weg nicht ganz ungefährlich. Doch wann genau und mit wem ich pilgern werde, erfahrt ihr alles in einem extra Blogpost oder einem Video. Ich werde versuchen so viel wie möglich zu filmen und festzuhalten, um euch nach meiner Reise zu zeigen wie sehr diese Tour an deinen Nerven nagt. (Allerdings heißt das nicht, dass diese Tour schon in wenigen Monaten oder gar Jahren sein wird. Denn diese Reise ist auch nicht ganz günstig)
Warum ich das ganze machen will? Diese Erfahrung soll mir Kraft geben, dass ich etwas in meinem Leben schaffen kann. Ich habe zu viel in meinem Leben erlebt und musste Rückschläge erleben. Das nimmt einem natürlich die Luste an etwas zu glauben. Durch diese Reise soll mein Selbstbewusstsein und mein Kampfgeist gestärkt werden. Durch die vielen Rückschläge gebe ich viele Dinge viel zu schnell auf oder sehe in den Dingen irgendwann keinen Sinn mehr um darum zu kämpfen. DAS SOLL SICH ÄNDERN!!!
Ich würde gerne von euch wissen, ob ihr auch solch einen Traum aus der Kindheit habt und diesen eventuell sogar noch anstrebt. Wenn ja, dann lasst es mich doch einfach als Kommentar unter diesem Post wissen. Außerdem würde ich ebenfalls noch gerne wissen wie ihr über mein Vorhaben denkt.
So verbleibe ich mit lieben Grüßen, eure M3lanski